3.3 Prüfungshemmnisse durch methodische Intransparenz und mangelnde Prüfungsnachweise
Die methodische Untersuchung von Verifikationsprozessen bei indirekten Treibhausgasemissionen erfordert ein integratives analytisches Rahmenkonzept, welches die strukturelle Fragmentierung und methodische Intransparenz entlang globaler Wertschöpfungsketten abbildet. Da klassische Prüfungshandlungen bei der Erfassung von vor- und nachgelagerten Aktivitäten an ausgeprägte Informationsasymmetrien und unzureichende Prüfpfade stoßen, verknüpft das gewählte Forschungsdesign Ansätze der kritischen Systemtheorie mit der theoriegeleiteten Evaluierung von Prüfungsprotokollen und Kontrollsystemen. Dieser methodische Zugriff ermöglicht eine systematische Rekonstruktion organisatorischer Bilanzgrenzen sowie eine kritische Würdigung der zugrundeliegenden Konsolidierungsentscheidungen im Rahmen betrieblicher Berichterstattungsmuster (GHG Protocol Accounting Study, 2023). Zur fundierten Identifikation von Assurance-Lücken werden qualitative Prüfnachweise anhand festgelegter Dimensionen untersucht, die insbesondere Datenzugänglichkeit, methodische Nachvollziehbarkeit sowie interne Kontrollmechanismen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung umfassen (Assurance Protocols Framework, 2022). Das methodische Vorgehen berücksichtigt explizit bestehende Machtasymmetrien in Lieferkettennetzwerken sowie die methodischen Barrieren bestehender Verifikationsmodelle bei dispersen Primär- und Sekundärdaten (Critical Systems Framework, 2025). Über diesen methodenpluralistischen Ansatz gelingt eine differenzierte Trennung zwischen inhärenten Datenunsicherheiten einerseits und prüfungsspezifischen Verifikationsdefiziten andererseits. Infolgedessen stellt das Untersuchungsdesign sicher, dass regulatorische Reformbestrebungen und betriebliche Nachweispflichten auf einer konsistenten methodologischen Grundlage analysiert und bewertet werden.