3.1 Forschungsdesign und systematische Evidenzsynthese
Das methodische Vorgehen dieser Untersuchung basiert auf einem systematischen Synthesedesign, welches bestehende empirische Befunde zur adoleszenten Plattformnutzung und deren psychosozialen Effekten kriteriengeleitet und theoriegeleitet zusammenfÿhrt. Um der ausgeprägten methodischen Heterogenität bisheriger Primär- und Sekundärstudien wissenschaftlich adäquat zu begegnen, folgt die Evidenzextraktion den etablierten Standards strukturierter Übersichtsarbeiten zur jugendlichen Identitäts- und Wohlbefindensforschung (Systematic Review 2025). Das Untersuchungsdesign integriert hierbei methodologische Prinzipien übergeordneter Umbrella-Reviews (Umbrella Review 2021) sowie Verfahrensweisen strukturierter Evidenzsynthesen (Rapid Systematic Review 2024), um die vielschichtigen affektiven, kognitiven und relationalen Dimensionen jugendlicher psychischer Gesundheit differenziert zu erfassen und zu kategorisieren. Die analytische Such- und Bewertungsmatrix operationalisiert Einschluss- und Ausschlusskriterien entlang vorab definierter Validitätsparameter. Dieser Schritt stellt sicher, dass Selektionsverzerrungen minimiert und sowohl qualitative Narrative als auch quantitative Effektstärken methodisch stringent gewichtet werden. Die forschungsmethodische Triangulation ermöglicht es, divergierende Nutzungsmodi, plattformspezifische Interaktionsdynamiken und psychosoziale Mediationsvariablen präzise voneinander abzugrenzen. Auf dieser Basis wird ein methodischer Analyserahmen etabliert, der die Übertragbarkeit internationaler Befunde auf die medienspezifischen und bildungsbiografischen Rahmenbedingungen heranwachsender Kohorten in Deutschland wissenschaftlich fundiert gewährleistet.