3.2 Indikatoren der Lehreffizienz und institutionelle Erfolgsmetriken
Die methodologische Erfassung von Studienerfolg und Studienabbruch verlangt eine Überwindung rein deskriptiver Kennzahlen, da isolierte Abbruchquoten die zugrundeliegende Ressourcenbasis von Hochschulinstitutionen nicht abbilden. Zur adäquaten Modellierung institutioneller Leistungsfähigkeit fungiert der Graduation-Shift-Ansatz als belastbare methodische Alternative zur klassischen Data Envelopment Analysis (The Graduation Shift, 2019). Dieser Indikator integriert das verfügbare Hochschulbudget direkt in die Berechnung der Lehreffizienz, wodurch das bekannte Heterogenitätsproblem in Effizienzmessungen vermieden und eine methodisch robuste Evaluation der Lehrleistung ermöglicht wird (The Graduation Shift, 2019). Gleichwohl greift eine ausschliesslich input-output-orientierte Effizienzmetrik zu kurz, wenn vorzeitige Studienabbrüche primär individualisiert und von institutionellen Rahmenbedingungen entkoppelt analysiert werden. In Anknüpfung an die Institutional Logics Theory erfordert das Untersuchungsdesign vielmehr eine Einbettung budgetärer Steuerungsmetriken in organisationale Mehrebenensysteme (Reframing Student Dropout, 2026). Das IRIS-Framework verdeutlicht hierbei, dass Studienverläufe massgeblich durch das dynamische Spannungsfeld zwischen staatlichen, marktbezogenen, professionellen und gemeinschaftlichen Logiken strukturiert werden, weshalb Retention methodisch als komplexe organisationale Fähigkeit operationalisiert werden muss (Reframing Student Dropout, 2026). Für die vorliegende Dissertation wird folglich ein methodischer Analyserahmen etabliert, der budgetbasierte Effizienzindikatoren mit institutionalisierten Steuerungsdimensionen wie Inklusion, Resilienz, Integration und Nachhaltigkeit systematisch verbindet. Dieser integrative Ansatz gewährleistet, dass finanzielle Ressourcenallokationen und organisationale Steuerungslogiken simultan in die multivariate Analyse von Drop-out-Risiken einfliessen, wodurch eine ganzheitliche Validierung institutioneller Erfolgsmetriken realisiert wird. Ergänzend erlaubt diese methodische Synthese die Überwindung isolierter Kennzahlenvergleiche, indem institutionelle Fehlausrichtungen zwischen Finanzierungsanreizen …