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NDSG und akademische Forschung

Die datenschutzrechtliche Regulierung nach Massgabe des revidierten schweizerischen Datenschutzgesetzes erfordert eine umfassende Neuausrichtung der Datenerhebungs- und Speicherprozesse in der akademischen Forschung. Durch die GegenĂŒberstellung von normativen Schutzstandards und den Prinzipien offener Wissenschaft entstehen institutionelle Handlungsbedarfe fĂŒr universitĂ€re Governance-Strukturen. Eine strukturierte Implementierung technischer sowie organisatorischer Massnahmen gewĂ€hrleistet die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Forschungsfreiheit und rechtskonformem Persönlichkeitsschutz.

Objekt und Gegenstand

Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz im Hochschulwesen — Rechtliche und organisatorische Implikationen des nDSG fĂŒr die akademische Forschungspraxis

Wissenschaftliche Neuheit

Vergleichende Analyse der Spannungsfelder zwischen nDSG-Compliance und Open-Science-Vorgaben fĂŒr den schweizerischen Hochschulkontext.

Dokumentenvorschau

Dies ist eine kurze Vorschau. Die Vollversion enthĂ€lt erweiterten Text fĂŒr alle Abschnitte, ein Fazit und ein formatiertes Literaturverzeichnis.

Bachelorarbeit

DegreeType
NDSG und akademische Forschung

Vorgelegt von:

Group

Vorname Nachname

Betreuer/in:

Prof. Dr. Vorname Nachname

Stadt, 2026

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
1 Normative Grundlagen des revidierten Datenschutzgesetzes im Hochschulkontext
1.1 Gesetzliche Leitlinien des nDSG und deren Tragweite fĂŒr wissenschaftliche Vorhaben
1.2 Grundprinzipien der Datenbearbeitung unter BerĂŒcksichtigung der Forschungsfreiheit
1.3 Differenzierung zwischen personenbezogenen, pseudonymisierten und anonymisierten Forschungsdaten
2 Anforderungen an das Forschungsdatenmanagement im Rahmen von Open Science
2.1 Spannungsfeld zwischen Data Sharing, Transparenzgeboten und PrivatsphÀrenschutz
2.2 Institutionelle Governance und Verantwortungsprofile an Hochschulen
2.3 Geltung des nDSG bei sekundÀren Datenanalysen und disziplinÀren GrossdatensÀtzen
3 Analyse methodischer und administrativer Herausforderungen in der Forschungspraxis
3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen bei internationalen Forschungskonsortien und Datentransfers
3.2 Methodische Adaptionen in quantitativen und qualitativen Forschungsdesigns
3.3 Ethische Begutachtungsprozesse und Datenschutz-FolgenabschÀtzungen
4 Strategische HandlungsansĂ€tze fĂŒr eine rechtskonforme akademische Praxis
4.1 Etablierung standardisierter PrĂŒfprozesse und Einholen von Forschungseinwilligungen
4.2 Technische und organisatorische Massnahmen zur langfristigen Datenarchivierung
Fazit und Ausblick
Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Inkraftsetzung des revidierten Schweizer Datenschutzgesetzes (nDSG) markiert eine wesentliche ZĂ€sur fĂŒr die Handhabung von Forschungsdaten an akademischen Einrichtungen. Hochschulen und universitĂ€re Institute stehen vor der anspruchsvollen Herausforderung, die verschĂ€rften normativen Vorgaben zum Schutz der Persönlichkeitsrechte mit den wissenschaftlichen Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Datenreproduzierbarkeit und offene Wissenschaftspraktiken in Einklang zu bringen [2]. Die rechtlichen Rahmenbedingungen definieren prĂ€zise Anforderungen an die Transparenz der Datenbearbeitung und verlangen von Forschenden ein erhöhtes Problembewusstsein im methodischen Alltag.

Im Zentrum der akademischen Diskussion steht die Frage, inwieweit die gesetzlichen Vorgaben bestehende Forschungsprozesse reglementieren, ohne den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn unverhĂ€ltnismĂ€ssig zu hemmen. Insbesondere bei der Verarbeitung komplexer DatenbestĂ€nde sowie im Rahmen disziplinĂŒbergreifender Kooperationen treten operationelle HĂŒrden auf, die sowohl ethische als auch organisatorische Dimensionen umfassen [4]. Die Definition akademischen Handelns verlangt eine klare VerknĂŒpfung von wissenschaftlicher IntegritĂ€t und rechtlicher KonformitĂ€t [3].

Ziel dieser Untersuchung ist die systematische Analyse der Schnittmengen zwischen den materiellen Vorgaben des nDSG und den praktischen Erfordernissen der akademischen Forschung. Mittels einer rechtsdogmatischen und forschungsmethodischen Analyse werden institutionelle Spannungsfelder beleuchtet sowie LösungsansĂ€tze fĂŒr ein rechtskonformes Forschungsdatenmanagement erarbeitet. Die Untersuchung leistet einen Beitrag zur KlĂ€rung administrativer Prozesse und zur StĂ€rkung der Compliance im schweizerischen Hochschulraum.

2.3 Geltung des nDSG bei sekundÀren Datenanalysen und disziplinÀren GrossdatensÀtzen

Die normative Anwendung des revidierten schweizerischen Datenschutzgesetzes (nDSG) auf akademische Forschungsvorhaben erfordert eine systematische Analyse institutioneller Datenverarbeitungsprozesse. GrossdatensĂ€tze und automatisierte Analyseverfahren haben in verschiedenen wissenschaftlichen Fachbereichen breitenwirksam Einzug gehalten, wĂ€hrend deren methodische Implementierung in den sozialwissenschaftlichen Disziplinen bislang deutlich zurĂŒckhaltender verlĂ€uft (Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, 2019). Aus der dogmatischen Perspektive des schweizerischen Datenschutzrechts entsteht hierbei eine analytische ReibungsflĂ€che zwischen den gesetzlichen Bestimmungen zur Zweckbindung sowie Datensparsamkeit und der gĂ€ngigen Forschungspraxis sekundĂ€rer Datenanalysen. Wenn universitĂ€re Forschende disziplinĂ€re GrossdatensĂ€tze fĂŒr neue wissenschaftliche Fragestellungen nachnutzen, mĂŒssen die normativen Anforderungen an Transparenz, Pseudonymisierung und wirksame Anonymisierung lĂŒckenlos erfĂŒllt sein, um die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen vollumfĂ€nglich zu schĂŒtzen. Zugleich forcieren hochschulweite Reformprogramme einen institutionellen und kulturellen Wandel hin zu umfassender Offenheit in Forschung und Lehre (Technische UniversitĂ€t Hamburg, 2019). Die systematische VerknĂŒpfung beider Dimensionen zeigt, dass die Prinzipien von Open Science und der Persönlichkeitsschutz des nDSG nicht unvereinbar sind, sondern durch klare Governance-Strukturen harmonisiert werden mĂŒssen. Bei der methodischen Ausgestaltung von Forschungsvorhaben erweisen sich strukturierte, konsensorientierte Verfahren als wertvoll, um institutionelle Richtlinien und Curriculumentwicklungen evidenzbasiert zu gestalten (GEDIS-Projekt, 2025). Die durchgefĂŒhrte Analyse demonstriert damit, dass der rechtliche Schutz sensibler DatenbestĂ€nde und die wissenschaftliche Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten nur dann dauerhaft gelingen, wenn Hochschulen verbindliche organisatorische Vorgaben fĂŒr die datenschutzkonforme Speicherung und Weitergabe etablieren. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die verfassungsrechtlich garantierte Forschungsfreiheit im Einklang mit den Vorgaben d


Literaturverzeichnis

  1. Die Delphi-Methode in der akademischen Forschung: Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung fĂŒr Hochschullehrende
    Mandl, Thomas, Dreisiebner, Stefan
    DOI-Link
  2. Offene Lehre und Forschung an der TU Hamburg | Den kulturellen Wandel gestalten
    DĂŒrkop, Axel, Feldsien-Sudhaus, Inken, Hapke, Thomas et al.
    DOI-Link
  3. Was heisst «akademisch tĂ€tig sein»? Überlegungen zur LehrtĂ€tigkeit an Hochschulen
    Tremp, Peter, Hummel, Sandra (Herausgeber/in)
    DOI-Link
  4. Big Data in der Lehre in den Sozialwissenschaften. Schlussbericht im Auftrag der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften
    Zimmermann, Barbara, Widmer, Janine, Silberring, Jana
  5. Akademische Reputationsspiele
    Fischer, Georg
  6. METHODS OF INFORMATION COLLECTION IN AZERBAIJAN: INFLUENCE AND AP-PLICATION OF GERMAN-LANGUAGE RESEARCH LITERATURE
    Abbasova K.

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