3.1 Fachliche Passung und Schutz vor peripheren Beschäftigungsverhältnissen
Die arbeitsmarktrelevante Verankerung von Fachhochschulprofilen bildet im schweizerischen Kontext einen entscheidenden Faktor für eine hohe und nachhaltige Beschäftigungsqualität der Absolvierenden. Durch den systematischen Wissens- und Technologietransfer zwischen Fachhochschulen und Industrie entstehen praxisnahe Qualifikationsprofile, welche den nahtlosen Übergang in reguläre Beschäftigungsverhältnisse erleichtern und strukturell absichern (SATW Industry Advisory Board, 2025). Die institutionelle Kooperation mit Unternehmen sowie Innovationsförderinstitutionen schärft gezielt arbeitsmarktrelevante Kompetenzen und wirkt einer Dequalifikation am Arbeitsmarkt wirksam entgegen. In der arbeitssoziologischen Debatte über periphere Arbeitsmarktpositionen wird verbreitet postuliert, dass atypische oder instabile Erwerbsformen unweigerlich zu substanziellen Einbussen bei Arbeitsautonomie sowie Arbeitsbedingungen führen. Empirische Befunde zu peripheren Erwerbsbiografien zeigen jedoch, dass der Zusammenhang zwischen peripherem Beschäftigungsstatus und geringer Arbeitsqualität differenziert betrachtet werden muss und massgeblich durch vorgelagerte Qualifikationen sowie individuelle Arbeitsbedingungen strukturiert wird (OSF, 2025). Übertragen auf das schweizerische Fachhochschulsystem bedeutet dies, dass eine anwendungsorientierte und bedarfsgerechte Tertiärausbildung als wirksamer Puffer gegen nachteilige Erwerbsmuster fungiert. Die enge Verzahnung von theoretischer Ausbildung und praktischer Erfahrung ermöglicht nicht nur eine hohe fachliche Adäquanz beim Berufseintritt, sondern schützt die Graduierten auch vor dauerhafter Prekarisierung. Zudem eröffnet die Verbindung aus beruflicher Handlungskompetenz und akademischer Fundierung verlässliche Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb betrieblicher Hierarchien. Die Ausrichtung an realen Anforderungen der Arbeitswelt gewährleistet, dass Fachhochschulabsolventinnen und Fachhochschulabsolventen flexibel auf technologische und organisatorische Transformationen reagieren können. Diese institutionelle Verflechtung stärkt das Vertrauen der Arbeitgeber in die erworbenen Fähigkeiten und festigt die Position der Fachhochschulen als trage…