3.1 Bewertungskriterien für marktintegrierte Redispatch-Konzepte
Die methodische Evaluierung von Netzengpässen erfordert eine präzise Trennung zwischen physikalischer Netzbelastung und ökonomischen Allokationssignalen. Die Beurteilung marktbasierter Ausgleichsmaßnahmen stützt sich auf mehrstufige Modellierungsansätze, bei denen lineare Optimierungsverfahren eingesetzt werden, um das koordinierte Gebotsverhalten virtueller Kraftwerke auf kurzfristigen Termin- und Regelenergiemärkten zu simulieren [6]. Innerhalb dieser methodischen Konzeption bildet die standortabhängige Aktivierungswahrscheinlichkeit von Erzeugungsanlagen den entscheidenden Parameter für die Ausgestaltung adäquater Flexibilitätsprämien [6]. Gleichzeitig verdeutlicht die Gegenüberstellung elektrizitätswirtschaftlicher Transportrestriktionen mit Gasnetzstrukturen, dass sektorgekoppelte Technologien wie Power-to-Gas eine zeitliche und räumliche Entlastung des Übertragungsnetzes ermöglichen [5]. Die methodische Verknüpfung beider Ansätze erlaubt es, die Wechselwirkungen zwischen netzdienlicher Abregelungsvermeidung und marktbasierten Redispatch-Ausschreibungen kriteriengeleitet zu quantifizieren [5], [6]. Auf diese Weise wird die allokative Effizienz alternativer Kompensationsmechanismen ohne Rückgriff auf spekulative Annahmen strukturiert analysiert.