Analyse der IT-Infrastruktur und Schutzbedarfe im Klinikverbund
Die Analyse der IT-Infrastruktur im klinischen Umfeld verdeutlicht, dass klassische Perimeter-Konzepte den modernen Anforderungen an den Datenschutz und die Ausfallsicherheit nicht mehr genügen. Der Übergang zu einer Zero-Trust-Architektur erfordert die lückenlose Abkehr von implizitem Vertrauen innerhalb des internen Netzes, da kompromittierte Endgeräte oder Zugangsdaten ansonsten weitreichende laterale Bewegungen von Schadsoftware ermöglichen [5]. Kritische Erfolgsfaktoren für die Bestimmung des Sicherheitsniveaus liegen dabei in der Granularität des Identitäts- und Zugriffsmanagements sowie in der kontinuierlichen Überwachung aller Datenflüsse zwischen klinischen Arbeitsstationen, Servern und medizintechnischen Geräten [1]. In vielen Klinikgruppen erweist sich jedoch das Vorhandensein von Altsystemen, die keine modernen Authentifizierungsverfahren unterstützen, als wesentliche Barriere für das Erreichen höherer Reifegrade [5]. Eine differenzierte Reifegradbewertung muss daher nicht nur technische Kontrollmechanismen erfassen, sondern auch organisatorische Steuerungsfähigkeiten und Richtlinien zur Richtliniendurchsetzung berücksichtigen, um realistische Transformationsschritte für den Krankenhausalltag zu definieren [1].